Mittwoch, den 26. Oktober 2011 um 19:28 Uhr
Der ein oder andere erinnert sich vielleicht noch an die INSITA 2010, wo Helmut Bastuck über die Problematik der Luftverkehrsabgabe sprach. Es stand damals zu befürchten, dass Fallschirmspringer genau wie Passagiere eines innerdeutschen Fluges mit 8,- Euro pro Ticket belastet würden. Die Alternative wäre die vollständig vereinsmäßige Organisation des Flugbetriebs gewesen. Bei nichtgewerblichen Flügen wird keine Luftverkehrsabgabe fällig, dafür schlägt die Mineralölsteuer voll zu. Pest gegen Cholera, so sahen die beiden Optionen aus.
Zum Glück ist keine der beiden Optionen eingetreten. Ich habe im 50er-Block moderate 25 Euro gezahlt und an anderen Plätzen soll es sogar noch etwas weniger gewesen sein. Das dem so ist, ist unter anderem der ehrenamtlichen Arbeit des DFV-Vorstands zu verdanken, der sich in den politischen Gremien erfolgreich um eine Lösung bemüht hat. Dazu zunächst einmal ein fettes
DANKE!
Die 55,- Euro DFV-Beitrag waren gut investiertes Geld für mich, da der Verband mir dieses Jahr etwa 800,- Euro an zusätzlichen Kosten erspart hat. Die Bundesrepublik Deutschland hat allerdings dem DFV die Sportförderung in Höhe von 24.000,- Euro gestrichen, was die Vertretung unserer Interessen für den DFV schwieriger macht. 24.000,- Euro hört sich nach sehr viel an, allerdings müsste jeder Springer in Deutschland gerade einmal zwei Euro, also weniger als ein Zehntel eines Tickets, dafür aufwenden. Kann eigentlich nicht so schwer sein, oder?
Ich mag nur runde Beträge und habe etwas mehr gespendet. Wer mitmachen möchte findet weitere Informationen unter dem folgenden Link:
Mitteilung des DFV
Bedenkt bitte auch, dass es noch weitere Baustellen für den DFV gibt, z.B. die Situation des Sprungplatzes Marl, der zur Zeit heftig unter Luftraumbeschränkungen durch die Anflugkontrolle Düsseldorf leidet. Auch hier ist es leichter eine Verbesserung zu erreichen, wenn man als Verband personell und finanziell gut ausgestattet ist. Außerdem machen sich 10.000 Verbandsmitglieder besser als 500 wenn um etwas verhandelt wird. Wer noch nicht im Verband ist sollte vielleicht auch überlegen, ob die erwähnten 55,- Euro nicht gut angelegtes Geld sein könnten.