Das war's dann wohl für den Herrn Gronemeyer. Interessant auch die Kommentare am Ende des Beitrages:
www.westfalen-blatt.de/nachrichten/regio...=33559&artikel=1
Von Ingo Schmitz
Höxter (WB). Für die Deutsche Flugsicherung steht es bereits fest: Laut einer Internet-Veröffentlichung ist der Flugplatz Höxter/Holzminden von Januar 2010 an geschlossen. Der Fallschirmspringerclub Skydive aus Höxter sucht aus diesem Grund nach einem neuen Standort.
Die Lage auf dem Räuschenberg spitzt sich zu. Auch gestern waren weder die Stadtverwaltung als Eigentümer noch Jens Gronemeyer als Betreiber des Flugplatzes bereit, sich zu den laufenden Verhandlungen zu äußern. Nach Informationen dieser Zeitung gibt es neben Jens Gronemeyer keinen weiteren Interessenten, der bereit wäre, den Flugplatz weiter zu führen. Eine bundesweite Suche nach einem Investor scheint demnach gescheitert.
Auch wenn die Zeit bis zum 31. Dezember, dem Ende des Pachtvertrags, drängt: Noch ist das Ende für den Flugplatz nicht besiegelt. Insbesondere die CDU im Rat der Stadt ist darum bemüht, dass der Flugbetrieb auf dem Räuschenberg erhalten bleibt .
Mit Anträgen im Ortsausschuss Brenkhausen und im Wirtschaftsförderungsausschuss, der am Mittwoch, 9. Dezember, tagt, fordert die Union die Verwaltung auf, für den Erhalt des Flugplatzes zu kämpfen. Bislang geschieht dies aber offenbar ohne Erfolg.
Seit Anfang des Jahres laufen die Verhandlungen zwischen Betreiber und Stadt, bestätigte gestern Skydive-Ausbildungsleiter Andreas Winkler auf Anfrage. Skydive betrachtet die mögliche Schließung mit Sorge. Um im nächsten Jahr den Betrieb fortsetzen zu können, hat der Club bereits Kontakte zu den Flugplätzen in Detmold und Blomberg aufgenommen. »Dort könnten wir sofort landen«, sagt Winkler. Er würde aber nur zähneknirschend Höxter den Rücken kehren wollen. »Uns gefällt es hier, die Landschaft würde uns fehlen. Außerdem müssten wir alles an anderer Stelle neu aufbauen«, sagt der Fallschirmspringer, der sich Höxter verbunden fühlt.
Skydive habe in den vergangenen drei Jahren enorm an Bedeutung gewonnen. In 2009 seien über Höxter 12 000 Fallschirmsprünge gezählt worden. »Wir sind auf dem Weg, eine der größten Sprungschulen Deutschlands zu werden«, sagt der Ausbildungsleiter. Die Schließung des Flugplatzes und der damit verbundene Umzug könnte den Aufwärtstrend enorm bremsen.
Um den Flugplatz wirtschaftlich betreiben zu können, sei es notwendig, die Jahrespacht von fast 40 000 Euro deutlich zu senken, heißt es aus internen Kreisen. Eine weitere Forderung lautet, auf dem Areal zwei Betriebe ansiedeln zu dürfen. Beide sind im Flugzeugmotorenbau tätig. Doch zu diesen Punkten habe sich die Stadt bislang nicht geäußert, heißt es.
Es stehen noch weitere Probleme ins Haus: Sollte die Betreiber-Gesellschaft zum Ende des Jahres aufgelöst werden, ist wohl auf Dauer das Thema Flugplatz Höxter/Holzminden erledigt. Denn: Wenn die Betriebserlaubnis erst einmal erlischt, wird es so schnell keine neue geben, heißt es in Fachkreisen. Das könnte kritische Folgen haben, da der Flugplatz nicht nur von Geschäftsleuten und Ausflüglern angesteuert wird, sondern auch von Polizei- und Rettungshubschraubern, die auf dem Räuschenberg tanken.